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Die primäre Hyperoxalurie Typ 1 (PH1) ist ein seltenes, progredientes, hereditäres metabolisches Steinleiden, das potenziell lebensbedrohlich ist und häufig mit Nierensteinen einhergeht.1–3
Die primäre Hyperoxalurie (PH) beschreibt eine Gruppe autosomal-rezessiver metabolischer Steinleiden, die auf Defekte verschiedener am Glyoxylat-Stoffwechsel beteiligter Enzyme zurückzuführen sind, die zu einer Überproduktion von Oxalat in der Leber führen.2,3 Es gibt drei Arten von PH: PH1, PH2 und PH3, die jeweils durch einen Defekt in einem anderen Enzym verursacht werden.3
Die PH1, die häufig mit Nierensteinen einhergeht, wird durch autosomal-rezessive Mutationen im AGXT-Gen verursacht, die die Funktion des leberspezifischen Enzyms Alanin-Glyoxylat-Aminotransferase (AGT) beeinträchtigen.1,3 Dieses Enzym (AGT) ist normalerweise für die Verarbeitung von Glyoxylat zuständig, das von einem anderem Leberenzym (GO) produziert wird.2,3
Bei 70 %–80 % aller PH-Fälle handelt es sich um PH1. Dennoch ist PH1 eine seltene Krankheit mit schätzungsweise 1 bis 3 Fällen pro 1 Million Einwohner, einer Inzidenzrate von 1 Fall pro 120.000 Lebendgeburten pro Jahr in Europa, wobei die Prävalenz im Nahen Osten und in Nordafrika höher ist.1,3,7
Eines der gravierendsten Merkmale von PH1 ist die progrediente Verschlechterung der Nierenfunktion, die in einer terminalen Niereninsuffizienz (ESRD) mündet.1,3,6 Darüber hinaus besteht das potenzielle Risiko einer systemischen Oxalose.3,8
Geeignete Behandlungsansätze, die die Steinbildung und die Ablagerung von Calciumoxalat-Kristallen in der Niere reduzieren, können Schäden verringern. Dies unterstreicht die Bedeutung einer frühzeitigen Diagnose und Intervention.3,7,8
PH1 führt zu einer progredienten Abnahme der Nierenfunktion.2
Eine Oxalat-Überproduktion kann zur Bildung von Calciumoxalat-Kristallen in der Leber führen, die Entzündungen und eine progrediente Abnahme der Nierenfunktion nach sich zieht.8,9 Eine kontinuierliche Oxalat-Überproduktion kann eine irreversible Schädigung der Niere und anderer Organe verursachen.8,9
Eine PH1 schreitet unterschiedlich schnell zu einer ESRD fort.2 Wenn die Niere nicht in der Lage ist, Oxalat wirksam auszuscheiden, kann es zu einer systemischen Oxalose kommen. Dabei handelt es sich um eine allgemeine Ablagerung von Calciumoxalat im Gewebe.9 Die Komplikationen der systemischen Oxalose können tödlich sein.2
In manchen Fällen kann die Nierenfunktion nach einem einzigen Dehydratationsereignis infolge einer akuten Erkrankung oder intensiver körperlicher Aktivität abnehmen.10–13 Dazu kann es selbst bei Patienten mit zuvor stabiler Erkrankung kommen.9,11
Die PH1 ist eine Erbkrankheit, die durch Mutationen im AGXT-Gen verursacht wird, die zu einer Dysfunktion des Leberenzyms AGT führen.3
Normalerweise verarbeitet die AGT das von einem weiteren Leberenzym (GO) produzierte Glyoxylat.2,3 Bei PH1 führt ein Defekt in der AGT dazu, dass Glyoxylat nicht zu Glyzin verarbeitet wird und es entsteht stattdessen Oxalat.2 Oxalat kann nicht verstoffwechselt werden und wird bei Vorliegen in normalen Mengen normalerweise über die Niere ausgeschieden.3 Bei einer Überproduktion, wie sie bei PH1 auftritt, kann Oxalat fortschreitende, irreversible Schäden verursachen.2 Oxalat verbindet sich mit Kalzium und bildet Calciumoxalat-Kristalle.2 Diese Kristalle sammeln sich im Nierengewebe an und bilden dort Nierensteine oder rufen eine Nephrokalzinose hervor.2,9 Die erhöhte Ausscheidung von Calciumoxalat über die Nieren führt zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion und kann zu einer systemischen Oxalose führen.9
„Aufgrund ihrer spezifischen Merkmale kann die PH1 über viele Jahre hinweg unerkannt bleiben. Frühe Symptome bei Erwachsenen, wie z. B. Nierensteine, werden häufig auf andere, weiter verbreitete Erkrankungen zurückgeführt. Wir müssen den Ärzten helfen, die Symptome schneller zu erkennen, um das Fortschreiten zu stoppen, bevor es zum terminalen Nierenversagen kommt.“
Kim Hollander
Executive Director, Oxalosis and Hyperoxaluria Foundation
PH1-DEU-00100 | Januar 2025
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PH1-DEU-00105
Januar 2025
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